Kategorie 'Stadt'

freitagsküche - palast der republik

stefan am 11. August 2005 um 23:11 Uhr | link

Gestern also Freitagsküche im Palast der Republik. Es hätten ein paar Leute und ein paar Grade mehr sein können, aber witzig war’s auf jeden Fall. Für ca. 100 Portionen wurden 30 Fenchel, 50 Zwiebel, 90 Paprika geputzt, geschält oder geschnitten. Und Fische, Fische, Fische. Hunderte! Ausnehmen, Köpfen, Augen rausnehmen, Kiemen entfernen etc. Nicht unanstrengend für 100 Leute Essen vorzubereiten. Stacheln im und Blasen am Finger. Aber seht selbst:

Carlysle

stefan am 7. August 2005 um 19:13 Uhr | link

Ein Unbekannter erzählte mir einmal, dass Robert Carlysle seit Jahren vergeblich versuche, in der Nähe des Bahnhofes von Glasgow, im sogenannten So-Gate oder No-Gate, eine Wohnung zu finden. Eigentlich keine gute Gegend, aber aus Nostalgiegründen und zur Erinnerung an den Filmdreh wünsche er sich ausgerechnet dort eine Wohnung. Alle Vermieter jedenfalls würden befürchten, er schlage alles kurz und klein.

Als ich mit dem Unbekannten daraufhin das Pub über dem Bahnhof von Glasgow aufsuchte, gerieten wir mitten in eine Schießerei und konnten uns nur mit viel Glück aus der Affäre ziehen. Bei der anschließenden Flucht jedoch, ich hatte meinen langen Mantel an und fiel in der Gegend auf, geriet ich in die Fänge einer Jugendbande, die mich zusammenschlugen. Sie waren gerade dabei, mich auszurauben, als ein ärmlich aussehender Mann, der sich später als Carlysle selbst herausstellte, hinzukam und jedem der Jugendlichen mit seinem silber beknauften Spazierstock den Schädel abschlug.

von S2 nach O3

stefan am 7. Januar 2005 um 08:00 Uhr | link

Historic Cities: Mannheim

hamburg vs. berlin

bodo am 15. Juli 2002 um 22:49 Uhr | link


schwuppdich ist schon wieder ein wochenende in hamburg vorbei. grund genug, um zwischenbilanz zu ziehen, und mehrere steile thesen zum thema hamburg, berlin, und auch eine these zum thema frankfurt aufzustellen. unnötig zu erwähnen, daß mein blick auf die beiden ersteren natürlich sehr fragmentarisch ist.

1. ein erschreckend großer teil von berlin ist sauhäßlich.

2. hamburg und berlin sind gleichermaßen service-wüsten, zumindest was die gastronomie betrifft. ich erwarte kein \’bitte sehr, bitte gleich\’ von servicekräften, sehr wohl erwarte ich, daß sie mir nicht das gefühl vermitteln, es handle sich bei der bestellung eines bieres um eine zumutung.

3. nach hamburg reinzufahren ist einfach schön. wenn schon flachland, dann wenigstens mit großen wasserflächen mitten in der stadt, obwohl mir berge natürlich immer noch am liebsten sind.

4. nach berlin reinzufahren ist doof.

5. die neue tocotronic-platte ist wider erwarten super.

6. mir liegt die bourgoise distanziertheit der hamburger mehr als die ins prollige tendierende hauptstadt-großkotzerei der berliner, die sich vor allem in übermäßig selbstbewußtem zur schau stellen der unerträglichen ‘berliner schnauze’ manifestiert.

7. die ehemals ‘alternativen’ stadtteile berlins, und hier ist mein anschauungsmaterial vor allem prenzlauer berg und mitte, fallen gentryfizierungsprozessen zum opfer. die kneipenkultur in der gegend um die kastanienallee besteht mittlerweile zum größten teil aus schlechter bistro- und systemgastronomie. schade eigentlich.

8. hamburg kommt meinem bedürfnis nach einer einigermaßen klar strukturierten stadt, mit klarem zentrum und so sehr entgegen.

9. es nervt, wenn man, wie es in berlin zu sein scheint, ewige reisen durch die stadt zurücklegen muß, wenn man sich ein paar vernünftige second-hand-shops anschauen möchte.

10. frankfurt is a good place to be, und tausendfach besser als sein ruf. man muß sich in frankfurt einfach mal mehr anschauen als den bahnhofsvorplatz und die zeil.

ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren, denn wie gesagt ist meine perspektive von hamburg und berlin nur sehr ausschnitthaft.

marzahn 6

bodo am 11. Juli 2002 um 19:04 Uhr | link


einige ost-spezifische spezialitäten gab es auch zu erwerben, zum beispiel die original ‘ost-ketwürstchen’, hell knows, roland wußte auch nicht genau, was das ist, irgendwas mit käse. in meinem exotistischen eifer habe ich noch eine weitere spezialität auf einer speisekarte entdeckt, nämlich königsberger klopse mit ‘kart’, wobei mir, allerdings erst nachdem ich meiner verwunderung ausdruck verliehen hatte auffiel, daß da wohl nur jemand den abkürzungspunkt vergessen hat. marzahn ist auf jeden fall einen ausflug wert.

marzahn 5

bodo am 11. Juli 2002 um 18:54 Uhr | link


ansonsten war marzahn wie erwartet. man kann da wohl leben, aber es ist schon sehr skurril. vor allem die verwobenheit zwischen wohn- und infrastruktur. da befindet sich zum beispiel im ersten stock eines wohnhauses ein küchenstudio, das sich von außen nur durch die auf die fenster aufgeklebten buchstaben bemerkbar macht, aber ansonsten wie eine ganz normale wohnung aussieht. zwischen den häusern dann die erwarteten flachdachbauten, die richtige einkaufspassagen beherbergen, und zwar in rauhen mengen, die einem aber erst auf den zweiten blick als solche auffallen. natürlich sind ein drittel der ladengeschäfte nicht vermietet, aber das scheint ja am ostbahnhof auch so zu sein.

marzahn 4

bodo am 11. Juli 2002 um 18:47 Uhr | link


an dieser straßenecke befindet sich die alte mühle.

marzahn 3

bodo am 11. Juli 2002 um 18:46 Uhr | link


es handelt sich dabei um eine dörfliche siedlung, komplett umgeben von fetten plattenbauten, die an ein ostfriesisches dorf erinnert. mit großer hölzerner windmühle, gänsen und ziegen, einem kleinen dorfplatz mit kirche, alles sehr idyllisch, alles sehr absurd.

marzahn 2

stefan am 11. Juli 2002 um 18:42 Uhr | link


sehr bizarr war zunächst einmal, daß es, man glaubt es kaum, ein alt-marzahn gibt.

marzahn 1

bodo am 11. Juli 2002 um 18:39 Uhr | link


ich habe heute mit roland und nico einen ausflug nach marzahn unternommen, wobei nico vor allem großen gefallen an der autofahrt fand. ziel der fahrt: die erkundung der unmenschlichen wohnverhältnisse, die wir, um das mal vorwegzunehmen so gar nicht vorgefunden haben, auch wenn es zugegebenermaßen trotzdem hart dort war.


akzent